Das Tauchen in Argentinien ist eine Studie der Kontraste: In den kalten, nährstoffreichen atlantischen Gewässern vor der patagonischen Küste gibt es Seetangwälder, Riesenkalmare und jede Menge Kaltwasserfische, während die gemäßigten Tauchplätze weiter nördlich um Mar del Plata und Puerto Madryn verspielte Seelöwen, Seeelefanten und saisonale Walbegegnungen beherbergen. Taucher erforschen felsige Riffe, dramatische Steilwände und eine Reihe gut erhaltener Wracks aus dem früheren Küstenhandel, wobei sie oft durch Seetangdächer treiben oder über mit Schwämmen und Moostierchen bewachsenen Felsen schweben.
Typische Tauchgänge sind Landgänge und kurze Bootstouren; Tauchsafaris sind seltener, werden aber für längere Patagonien-Touren genutzt. Die Jahreszeiten sind wichtig: Im Frühling und Sommer ist die Sicht besser und es gibt mehr Meeresbewohner, während der Winter klarere, kältere Bedingungen für Spezialisten bietet. Eine überraschende Tatsache: Argentiniens lange Atlantikküste - mehr als 4.000 km - bedeutet, dass du in einem einzigen Land sowohl die Artenvielfalt der subantarktischen Gewässer als auch die gemäßigteren Riffe finden kannst, was das Land zu einem lohnenden Ziel für abenteuerlustige Taucher macht, die auf variables Wetter und Strömungen vorbereitet sind.