Tauchen in Rumänien bedeutet, den westlichen Rand des Schwarzen Meeres zu erkunden, wo eine Mischung aus flachen Felsriffen, sandigem Grund und zugänglichen Wracks ein unverwechselbares, unaufdringliches Erlebnis schafft. Die meisten Tauchgänge werden von Land aus oder mit kurzen Bootsausflügen von Zentren wie Constanța und Vama Veche unternommen; Tauchsafaris sind selten. Im Sommer ist das Wasser wärmer und ruhiger und die Sicht am besten, während im Frühjahr und Herbst die See launischer ist und weniger Taucher unterwegs sind. Die Artenvielfalt ist im Vergleich zu den wärmeren Meeren eher bescheiden, aber die Begegnungen mit Grundeln, Plattfischen, Sprottenschwärmen, gelegentlichen Stören in der Nähe von Flussmündungen und den in der Region ansässigen Delfinen oder Schweinswalen sind lohnend.
Was das Gebiet so besonders macht, sind die Wracks und die einzigartigen Bedingungen im Schwarzen Meer: Anoxische Tiefenschichten konservieren organisches Material, so dass einige Schiffsüberreste außergewöhnlich intakt sind, und viele historische Wracks liegen in der Reichweite von Sporttauchern oder Technikern. Klare jahreszeitliche Rhythmen, ein einfacher Zugang zur Küste und eine ruhige, erkundungsfreudige Atmosphäre machen Rumänien attraktiv für Taucher, die archäologisches Interesse, Landgänge und entspannte Bootsausflüge statt überfüllten Rifftourismus mögen.