Das SSI Altitude Specialty Programm vermittelt Tauchern die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten, um Tauchgänge in Gewässern oberhalb von 300 Metern über dem Meeresspiegel sicher zu planen und durchzuführen. Beim Tauchen in größeren Höhen verändern sich die Umgebungsbedingungen deutlich, insbesondere durch den geringeren atmosphärischen Druck. Diese Veränderungen wirken sich auf die Tauchphysik, die Stickstoffaufnahme sowie auf die Dekompressionsplanung aus und erfordern eine angepasste Vorbereitung.
Im Rahmen des Kurses lernen die Teilnehmer die theoretischen Grundlagen des Höhentauchens, einschließlich der Auswirkungen der Höhe auf Druckverhältnisse, Nullzeiten, Wiederholungstauchgänge und Oberflächenintervalle. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der korrekten Anpassung und Nutzung von Tauchcomputern sowie auf der Planung von sicheren Tauchprofilen unter Höhenbedingungen. Darüber hinaus werden wichtige Sicherheitsaspekte wie Akklimatisation, Anreiseplanung und das richtige Verhalten vor und nach dem Tauchen in der Höhe behandelt.
Die praktischen Ausbildungstauchgänge geben den Teilnehmern die Möglichkeit, das Gelernte direkt anzuwenden. Dabei trainieren sie die Planung und Durchführung von Höhentauchgängen, kontrollierte Aufstiege, präzise Tarierung sowie den sicheren Umgang mit häufig kalten und anspruchsvolleren Umweltbedingungen.
Nach Abschluss des Programms sind die Teilnehmer in der Lage, Tauchgänge in Bergseen und anderen Hochlandgewässern eigenständig und sicher zu planen und durchzuführen.
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine gültige Open Water Diver Zertifizierung oder eine gleichwertige Brevetierung. Das Programm richtet sich an Taucher, die ihre Fähigkeiten erweitern und auch in alpinen oder hochgelegenen Gewässern sicher tauchen möchten.