Die Stadt Nordhausen befindet sich im Norden von Thüringen an der Zorge, am Südrand des Harzes und im Nordwesten der fruchtbaren Goldenen Aue. Der Sundhäuser See liegt bei Sundhausen, einem Ortsteil von Nordhausen. Im Rahmen des Kiesabbaus entstanden zwischen Bielen und Sundhausen einige Seen, zu denen auch der Sundhäuser See und der Möwensee gehört.
Das klare Wasser mit teils hervorragenden Sichtbedingungen (bis zu 15m) sowie eine abwechslungsreiche Unterwasserwelt laden zum Tauchen ein. Selbst in einer Tiefe von 30m braucht man meistens keine Lampe.
Der Pflanzenbewuchs reicht bis zu einer Tiefe von 20m und ist recht üppig, dadurch kommt es häufig zu schönen Lichtspielen. Oft kann man Kleinlebewesen, Krebse und Fische beobachten, die z.T. respektable Ausmaße annehmen, was Anzahl und Größe angeht. Hierzu gehören Schwärme von Barschen, aber auch Karpfen, Hechte und Aale.
Ein besonderes Highlight ist die Unterwasserstadt „Nordhusia“: Teile der alten ehemaligen Reichsstadt Nordhausen wurden an Land nachgebaut und die 17 Segmente im Sundhäuser See in einer Tiefe von 10 bis 12 m zusammengefügt.
Zu sehen sind neben der Stadtmauer, Fachwerkhäusern, dem Friedhof auch eine Kirche und seit 2014 der „Stadtpark“ bestehend aus drei Skulpturen, einem Brunnen, einem Galgen und natürlich einigen „Parkbäumen“.
Ein weiteres Highlight ist seit 2019 die „Kunst im See“ (KIS): Inspiriert durch die Arbeiten von Jason de Caires Taylor, welcher vor Lanzarote Betoninstallationen im Meer versenkt hat, wurde das Projekt "KIS" ins Leben gerufen.
Für dieses Projekt konnte der Betonskulpturen-Künstler Arno Mester aus Arnsberg gewonnen werden, das Thema der Installation ist "Menschen unterwegs" und zeigt eine Gruppe von sieben Figuren in alltäglichen Situationen, die im See auf einem Unterwasserkamm platziert wurden.
Seit Mitte 2023 gibt es eine weiter Attraktion im See – die Drachendame Sundi: Der stählerne Drache hat eine Höhe von 2,80 m und eine Länge von 3 m und schwebt in 6 Metern Tiefe im See.
Ein weiterer See, der in unmittelbarer Nähe zum Tauchen einlädt ist der Möwensee: Ein stillgelegter Kiestagebau mit ebenfalls sehr klarem Wasser. An mehreren Stellen im See befinden sich noch Bauteile der ehemaligen Kiesförderung im Wasser. Einige Kiesbänke ziehen sich recht flach in den See hinaus und fallen dann in größere Tiefen ab. Traumhafte Sichtweiten und eine kleine Insel mitten im Möwensee machen den See zu einem Erlebnis.
Übernachtet wird in der „Pension am Sundhäuser See“, die der Tauchbasis angeschlossen ist. Sie besteht aus Ferienwohnungen, Appartements, Ferienhäusern, Camping Pods und Bungalows, außerdem steht ein Trockenraum für Lagerung der Ausrüstung zur Verfügung.